Horizontalabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit

Baustoffe haben ein unterschiedlich dichtes Porengefüge. Diese Poren sind in der Lage, Wasser aufzunehmen und dieses entgegen der Schwerkraft durch kapillare Saugkräfte zu transportieren. Dieser kapillare Wassertransport wird durch eine funktionsfähige Horizontalabdichtung verhindert. Wenn eine solche kapillarbrechende Horizontalabdichtung fehlt, defekt oder falsch angeordnet ist, entstehen Feuchtigkeitsschäden sowie Salzbelastungen.

Gegen horizontal aufsteigende Feuchtigkeit bieten wir folgende 2 Verfahren an:

1. Mauersägeverfahren

Bei Mauerwerk mit einer durchgehenden horizontal ebenen Mauerwerksfuge bieten wir ihnen das Mauersägeverfahren an. Dabei wird das Mauerwerk abschnittsweise getrennt und eine widerstandsfähige Sperrschicht aus glasfaserverstärktem Polyester 1,8 mm dick eingebracht. Anschließend wird die Schnittfuge mit Kunststoffkeilplatten verkeilt, mit schnellbindenden Zementmörtel versiegelt und mit schwundfreiem Zementmörtel verpresst.

2. Injektionsverfahren

Injektionsverfahren in Ziegelmauerwerk

Bei hohlraumarmen Mauerwerk (z.B. Ziegel) bieten wir Ihnen das Injektionsverfahren an. Dabei wird eine Silikonmikroemulsion mit Hilfe einer Pumpe über Packer in das Mauerwerk injiziert. Die Anwendung der Druckinjektion ermöglicht es, Porenräume mit Injektionsmittel zu füllen, die kapillar nicht zugänglich sind sowie die schnellere Durchtränkung des Mauerwerkes und die im Vergleich zur drucklosen Injektion bessere Kontrolle der injizierten Wirkstoffmenge. Das Injektionsmittel bildet so um die Bohrung eine wassersperrende Ebene im Mauerwerk aus.

Nass-in-Nass Verfahren in Bruchsteinmauerwerk

Mauerwerk mit Hohlräumen wie es z.B. bei Bruchsteinmauerwerk der Fall ist, verbietet die Anwendung der normalen Injektionsverfahren. Trotzdem werden sie meist aus Kostengründen oder durch Unwissenheit angewandt.

Dies führt in den meisten Fällen zu einer fehlerhaften nicht durchgehend dichten Horizontalabdichtung.

Durch die Hohlräume kann man den Fluss des Injektionsmittels nicht kontrollieren und es fließt wahllos in oder durch das Mauerwerk (Hohlräume). Es bildet keine in dem Mauerwerk flächige Sperrschicht aus. Wir bieten Ihnen für hohlraumreiches Mauerwerk das sogenannte Nass–in–Nass -Verfahren an. Dieses patentierte Verfahren ermöglicht eine optimale Ausführung der Hohlrauminjektion mit anschließender chemischer Horizontalabdichtung. Sowohl der Verfüllmörtel als auch die Silikonmikroemulsion werden durch die selbigen Bohrlöcher und Packer injiziert. Dadurch bildet sich eine gleichmäßig Sperrschicht im Mauerwerk aus. Die Wirksamkeit des Verfahrens ist durch eine objektbegleitende, gegenüberstellende Auswertung verschiedener Verarbeitungstechniken bzw. durch Prüfungen im Materialprüfungsamt NRW nachgewiesen.